1. Information Projekt „Tourismus für alle“

Seit unserem letzten Kontakt im Frühling 2015 sind wir mit dem Projekt „Tourismus für alle“ einen Schritt weiter gekommen. Das Projekt wurde aufgrund vieler Kontakte und Gespräche überarbeitet und angepasst.
Die Schweizerische Paraplegiker-Stiftung hat die Projektträgerschaft übernommen und nun sind wir daran, die Finanzierung zu sichern.
Umfassende Recherchen haben ergeben, dass Zahlen zum Reise- und Freizeitverhalten von Menschen mit Behinderung weitgehend fehlen was keine verlässlichen Rückschlüsse zu ihren Freizeitbedürfnissen zulässt. Dadurch sind konkrete Schritte in der Umsetzung der Inklusionsbemühungen im Bereich der Freizeitgestaltung erschwert.
Wir freuen uns, spätestens zu Beginn 2016 mit der ersten Untersuchung bei behinderten Menschen zu ihren Erwartungen und Bedürfnissen bezüglich Freizeitgestaltung zu starten, so dass wir im Verlaufe des nächsten Jahres die ersten Ergebnisse kommunizieren können.
Mit der 2. Untersuchung 2016/17 werden in einer Pilotregion die touristischen Erholungs-, Ferien- und Freizeitangebote in Hotels, Restaurants und im Freizeitbereich erhoben. Dieses Vorgehen ermöglicht uns präzise Angaben zum Stand der Barrierefreiheit (sprechen, sehen, hören, essen, gehen, geistige Einschränkung) zu erhalten. Wir wollen auch wissen, wie es um die Bereitschaft der Anbieter steht, sich zu öffnen (spezifische Angebot ausbauen, Weiterbilden etc.). Die Daten der ersten und der zweiten Untersuchung fliessen in einen Massnahmenkatalog.
Die zu erwartenden empirischen Forschungsergebnisse ermöglichen erst, überhaupt qualitativ hochstehende Tourismusdienstleistungen für behinderte Menschen zu entwickeln, wobei keine „kosmetischen“ Anpassungen bestehender Angebote gemeint sind. Es soll eine neue, moderne, spezifische und alle Bedürfnisse berücksichtigende Plattform (Website, Facebook, APP etc.) entwickelt werden, wobei ein oder mehrere Joint Ventures mit bestehenden Anbietern geprüft werden.
Lebensqualität (LQ) als erstrebenswertes Ziel hat sich in den letzten Jahren bei den behinderten Menschen stark entwickelt, wobei Lebensqualität weit über ein übliches Gesundheitsverständnis hinausgeht. LQ umfasst beispielsweise einen guten Lebensstandard, soziale Anerkennung, Freizeit-Möglichkeiten, eine gesunde Umwelt, aber auch den Grad der Zufriedenheit und Erfüllung von Lebenswünschen.
Menschen mit Behinderungen wollen ebenso individuell und selbständig planen, ungeachtet ihrer Einschränkungen, das ist das Ziel von „Tourismus für alle“.
Motto:
Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer (und Frauen) zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.
Zitat: Antoine de Saint-Exupéry

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