3. Information Projekt „Tourismus für alle“

Seit der letzten Information zum Projekt „Tourismus für alle“ sind ein paar wichtige Weichen gestellt worden. Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen EBGB teilte am 13. Januar 2016 mit dass sie das Projekt nicht finanziell unterstützen werden. Wir bedauern diesen Entscheid sehr. Die Folge, Mitfinanzierende zogen sich auf Grund dieses Entscheides auch zurück. Mit der neuen Ausgangslage haben wir mit der Schweizerischen Paraplegiker-Stiftung die Zusammenarbeit neu definiert. An dieser Stelle danke wir für die bisherige Unterstütz herzlich.
Dazu ein paar Punkte die so wir glauben bezüglich Gleichstellung bei dem Entscheid des GS EDI nicht berücksichtig wurden. Die Projekteingabe beinhaltet zwei Ziele:
1. Bis heute fehlen verifizierbare Angaben zu den Ferien- und Freizeitbedürfnissen der behinderten Menschen. Diese Lücke wollen wir genau mit einer wissenschaftlichen empirischen Untersuchung schliessen. Diese soll als Grundlage dienen, die Bedürfnisse im Erholungs-, Ferien- und Freizeitbereich besser zu kommunizieren, die Angebote zu optimieren, das Bewusstsein für die Anliegen zu schärfen. Insbesondere möchten wir den Fokus auf alle (Mehrfach-)Behinderungen (körperlichen, sensoriellen, geistigen, psychischen) richten. Wir anerkennen alle Bemühungen für Menschen die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, müssen jedoch feststellen, dass für Menschen mit andern Einschränkungen und Mehrfachbehinderten grosse Lücken bestehen.
2. Unsere Recherchen zeigen, dass im Tourismus- und Freizeitbereich bezüglich Angebote für behinderte Menschen einen erheblichen Nachholbedarf besteht. Mit einer empirischen Untersuchung in einer Tourismusregion wollen wir folgendes herausfinden: Gibt es Angebote, die einfach schlecht kommuniziert werden. Sind die Anbieter bereit, sich bei der Optimierung ihrer Angebote zu engagieren (Ausbau, Weiterbildung, Zusammenarbeit, etc.). Als positiven Nebeneffekt sehen wir die Sensibilisierung und Abbau von Barrieren im Kopf. Sie erkennen dass mit dem Engagement einen Imagegewinn verbunden ist und dass es dankbare und auch zahlende Gäste sind.
Diese Ergebnisse könnten bei der nachhaltigen und langfristigen Umsetzung der Gleichstellung glaubwürdige Informationen für die Umsetzung liefern. Das Endziel müsste der Aufbau einer speziellen niederschwelligen Buchungsplattform sein, d.h. wenn ich gerne individuell als Blinder Gast im Appenzellerland ein paar schöne und erholsame Ferientage verbringen möchte auch ein nach meinen Bedürfnissen entsprechendes Hotel und Freizeitangebot finde.
Wir werden nun das Projekt in zwei Etappen umsetzen. Zuerst die Bedürfnisse der Betroffenen evaluieren. Für diesen Schritt sind wir nun daran, die nötigen finanziellen Mittel zu suchen. Wir bleiben Hartnäckig!
Wir danken allen die uns bis heute unterstützt haben herzlich! Roland Petschen, Projektleiter
„Inklusion bedeutet, eine Gesellschaft, in der jeder Mensch akzeptiert wird und gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft, von Religionszugehörigkeit oder Bildung, von eventuellen Behinderungen oder sonstigen individuellen Merkmalen“.

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