5. Projektinformation

Projekt „Barrierefreier Tourismus“ (Tourismus für alle)

Die 5. Information steht im Zeichen der laufenden Untersuchung bei den behinderten Menschen. Leider konnten wir nicht alle grossen Behindertenorganisationen für diese wichtige Grundlagenarbeit gewinnen. Wir sind jedoch entschlossen und bemüht, die Menschen mit möglichst allen Behinderungsformen zu erreichen. Ohne dieses Ziel bleibt eine echte Gleichstellung weiterhin unerreicht.

Bei der laufenden empirischen Untersuchung streben wir aussagekräftige Resultate an, d.h. repräsentative Ergebnisse, die künftig bei der Angebotsausgestaltung eine nachhaltige Qualitätssicherung garantieren. Umfassende Recherchen haben ergeben, dass die Angebote zum Reise- und Freizeitverhalten von Menschen mit Behinderung erhebliche Defizite aufweisen. Insbesondere bei der Qualität und der Verlässlichkeit der angepriesenen Angebote sind erschreckende Mängel festgestellt worden. Schon nur dieser Umstand legitimiert eine objektive, unabhängige und wissenschaftliche Untersuchung.

Der erste Schritt in der Umsetzung einer echten Gleichstellung, der diesen Begriff im Bereiche der Freizeitgestaltung verdient, ist die Voraussetzung, die Bedürfnisse der Betroffenen zu kennen. Sind diese Ziele in der Priorität bei den Behindertenorganisationen hoch bedeutet es, alle Kräfte zu bündeln um die Barrieren zu überwinden.

Unbestritten ist der Zeitpunkt für diesen Schritt. Dies belegen Untersuchungen, die zeigen, dass Lebensqualität (LQ) auch bei Menschen mit Behinderung ein wichtiges Thema ist. Dieser Punkt wird aktuell in der Politik, der Bildung, in den Sozial- und Gesundheitswissenschaften und bei den Betroffenen viel diskutiert. Dabei hat sich LQ als erstrebenswertes Ziel etabliert, wobei Lebensqualität weit über ein übliches Gesundheitsverständnis hinausgeht. 
Diese umfasst beispielsweise einen guten Lebensstandard, gute Bildungsmöglichkeiten, soziale Anerkennung, sinnstiftende Freizeitgestaltung, eine gesunde Umwelt, aber auch den Grad der Zufriedenheit und die Erfüllung von Lebenswünschen. Das alles beinhaltet für uns Gleichstellung.

Mit unsere Untersuchung verfolgen wir das Ziel, dass alle behinderten Menschen (sprechen, sehen, hören, essen, gehen, geistige und kognitive Einschränkung) ungehindert entsprechend ihren Bedürfnissen 
frei und individuell verlässliche Ausflugs-, Ferien- und Freizeitangebote finden können.

Wir streben nichts anderes an, als die Bedürfnisse von behinderten Menschen ernst zu nehmen, diese differenziert zu erfassen und für die künftige Angebotsentwicklung Qualität und Nachhaltigkeit sicher zu stellen.

Dieses Ziel ist nur nachhaltig zu erreichen, wenn eine Kooperation und Partizipation mit allen relevanten Behindertenverbänden, Organisationen und Institutionen erreicht wird. Dies fördert höchste Transparenz, Nutzung von Synergien und massive Kosteneinsparungen.
 Die empirischen Daten sind Pfeiler, die eine professionelle, qualitätssichernde und anwendungsorientierte Angebotspalette in der Freizeitgestaltung von behinderten Menschen garantiert.

Übrigens basiert dieses Engagement auch auf persönlichen und privaten Erfahrungen um unsere Motivation zusätzlich zu erklären.

Wir wünschen Ihnen bei der täglichen Arbeit für die behinderten Menschen auch im 2017 viel Freude, Genugtuung und Herz.

Roland Petschen, Projektleiter